Vom Grand Canyon zum Yosemite – eine Endabrechnung!

Ich stehe auf dem Parkplatz, es ist frisch und es läuft mir kalt den Rücken den Rücken runter. Da steht er, so wie immer und doch ist alles anders. Er ist weg und ich bin wieder allein, allein…was die Fantas einer Verflossenden hinterher rufen geht mir durch den Kopf denn den Kasten der uns die letzten 2 1/2 Jahre und 76.482 km begleitet hat stelle ich gerade beim Händler ab.

Geschichte, aus und vorbei! Am Ende ist es nur ein Fahrzeug aber mit so einem rollenden Zuhause verbindet man viele Geschichten, Erinnerungen und Menschen. Und so sei erlaubt das wir unserem Grand Canyon eine fette Träne hinterher weinen.
Heute, 4 Wochen später sitze ich im Auto auf der Rückfahrt von Bad Waldsee mit bereits angestaubten Erinnerungen an den Grand Canyon und frischen Eindrücken des aktuellen Yosemite. Wir haben noch keine genaue Idee eines Kasten Nachfolger und daher die Zeit genutzt für einen Wintercamping Test. Mit freundlicher Unterstützung von Hymer haben wir dafür die letzten 10 Tage einen Yosemite zur Verfügung gestellt bekommen. Mit den frischen Eindrücken ist es naheliegend einen Abschluss für den Grand Canyon in Form eines Fazit und Vergleiches mit dem Yosemite zu finden. Beide sind eng miteinander verwandt, entscheidender Unterschied sind die Quer- und Längsbetten und der Vergleich von Baujahr 2015 zu 2017. Ausführlich haben wir den Grand Canyon bereits in unserem Blogartikel (siehe Verweis unten) beschrieben mit allen Stärken und Schwächen. Daran hat sich bis zum Ende nicht viel geändert, entscheidender sind daher die offensichtlichen Veränderungen in den letzten 2 Jahren. Vorher aber die erste Erkenntnis, wenn möglich entscheiden wir uns nur noch für Längsbetten. Endlich ist das „drüber Gekrabbel“ Geschichte und die fast 2x2m Liegewiese ist einfach viel chilliger und entspannter als die doch sehr enge Bettbreite von 1,40m beim Grand Canyon. Gar nicht zu reden von nächtlichen Toilettengängen die bei Längsbetten für alle störungsfrei ablaufen. Und wenn am Morgen die Kids aus dem Dachgeschoß noch zum Kuscheln kommen muss man sich nicht stapeln sondern hat auch zu viert angenehm Platz. Angenehmer Nebeneffekt des längsseitigen Einbaus ist das unter dem Bett und über dem Bett in den Hängeschränken deutlich mehr Platz ist. Hinzu kommt das quer an den Hecktüren auch ein Hängeschrank verbaut ist, der hat bei unserem Grand Canyon noch gefehlt. Nachteil der Längsbetten ist natürlich der etwas kompaktere Rest des Fahrzeugs denn die Gesamtlänge von 6m ist bei beiden gleich.

Die Küche hat weniger Schubladen und Platz. Das Spülbecken und das Kochfeld hinterlassen dafür einen deutlich besseren Eindruck. Völlig anders ist die Anordnung des Kühlschranks, der jetzt vorne im Block sitzt, irgendwie pfiffig aber leider auch deutlich kleiner als der Alte. Für eine vierköpfige Familie leider viel zu klein. Genauso der Tisch, der mit seiner Ausklappmechanik für mich noch immer die größte Fehlplanung ist. Das Bedienpanel für Strom, Wasser und Tanks, das Waschbecken im Bad, die Lammellentür des Bades und der rausnehmbare Holzboden sind echte positive Überraschungen, da hat sich einiges entwickelt. Das man Praktisches wie die zusätzlichen verschiebbaren Haken im Bad wieder weglässt trübt das Ganze dann wieder. Trotzdem, in der Summe waren wir mit dem guten alten Kasten bereits zufrieden, der Neue würde uns aber gerade wegen der Längsbetten noch besser stehen. Und das die Fahrzeugfarbe im edlen Anthrazit einfach cooler aussieht als das Standard Weiß unseres alten Kastens tut sein Übriges. Wir mögen ihn, den Yosemite und ein großer Schwachpunkt, die von uns angenommene fehlende Wintertauglichkeit des Aufstelldaches

hat sich sprichwörtlich in heißer Luft aufgelöst, mehr dazu in unserem nächsten Post zum Thema Wintercamping. Ob der Yosemite der nächste Kasten wird, schau mer mal…vorerst haben wir ihn mal nach Bald Waldsee zurück gebracht.
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