Alpencross | Wer hätte das geahnt… Tag 6. der letzte Radweg!

Heute stand die vorletzte Etappe von Sarninoco zum Molvenosee an. Wir hatten uns den Campingplatz am See vorher im Internet angeschaut und sowohl Platz als auch See sahen klasse aus und wir freuten uns schon aufs Baden am Nachmittag.
Keiner von uns kannte diese Gegend im Trentino und deshalb hatten wir uns die Route über verschiedene Radwegkarten zusammengebastelt. Ob , wieviel Steigungen, wieviele Kilometer genau usw. war uns nicht ganz klar also ließen wir uns  überraschen.

Der letzte Radweg:

Es fing schon damit an, dass wir den Radweg weit und breit nicht fanden und wieder mal erstmal auf der Strasse lang kurvten. Egal es ging auf jeden Fall schon mal bergab-prima. Mick war blendend gelaunt, zum Glück, denn nach der „anti Motivation“ am Gampenpass hatte ich schon Bedenken, ob es am Pass oder insgesamten Motivationstief lag. Die Dörfer durch die wir kamen war einfach nur hässlich, anders kann man es echt nicht sagen! Kaum zu glauben, dass wir in Italien sind!!!!
Aber : weiter bergab! Insgesamt hatte ich ständig die Befürchtung, wir sind falsch, denn so ganz passte die Route nicht. Aber dann kamen doch immer wieder Orte, die auf unserer Liste standen. Besonders warm war es an diesem Tag auch nicht, die Sonne versteckte sich immer wieder hinter Wolken, zum Glück sah es aber nicht nach Regen aus.
Plötzlich waren wir kurz vor Mezzolombardo-da war doch wieder die ursprüngliche Via Claudia Auiguista, auch o.k.!
Trotzdem spornten mich die permanenten Schilder gen Trento, was immer näher kam an, den Molvenosee auszulassen und direkt zum Lago durchzufahren. Das behielt ich aber erstmal für mich…

In Mezzolombardo machten wir erstmal eine Cappuchino/Eis Pause, denn wir lagen super in der Zeit. Köstlicher Cappu mit einem Brioche con Crema, mhhhh und ein riesen Eis für Mick, nette Italiener, Sonne, passte also. Da sprach ich dann erstmals meine Idee an, die Route zu ändern, denn Trento lag grade mal noch 17km entfernt…Mick war total begeistert, also riefen wir die Supporter an, die gerade am Molvenosee angekommen waren. Da wimmelte es wohl von Italienern, es war total überlaufen, wohl schön, aber der geplante Womo Stellplatz auch voll. Auch die zwei waren angetan von der Idee einen Tag früher am Lago zu sein, denn das „schlimmste „ was passieren konnte war, keinen Platz zu bekommen und entweder vor dem Camping zu stehen oder dort auf einem Womo Stellplatz zustehen.

Neu motiviert den Alpen Cross schon einen Tag früher zu beenden, fuhren weiter , immer den Schildern nach Trento hinterher, bis wir plötzlich auf einer 4 spurigen Schnellstrasse standen, auf der Radler wieder vehement verboten waren. Also drum herum, aber da fanden wir schnell den Radweg. Mittlerweile brannte die Sonne auch wieder runter, und der gerade Radweg der anscheinend endlos war zog sich schon.
Trento war schneller erreicht als gedacht, so aber jetzt ging`s erst richtig los. Denn nun den richtigen Weg zu finden, der gen Dro/Arco/Torbole führte war alles andere als leicht. Also bergauf das schien zu passen. Passte auch , zwar auf kleiner Strasse, aber es ging. Irgendwie landeten wir aber dann doch auf der Hauptverkehrsstrasse und in einem 1200 Meter langem Tunnel. Wir hatten beide echt riesen Schiss. Ich hab erstmal meine gelbe leuchtende Regenhose an den Rucksack gebunden, um vielleicht etwas besser gesehen zu werden, trotzdem hupten uns einige Autos (zu Recht) an. Ich würde es genauso machen, Mutter und Kind am Rad im Tunnel-krank…
Micki heulte total er hatte totale Angst, ich auch….
Irgendwann waren wir dann durch. Erstmal ließen wir uns in Gras plumpsen , total fertig.
Der nächste Tunnel, wenn wir der Strasse folgen würden, war in Sicht. Mick weigerte sich, also wieder außenrum. Egal.Schöne Strasse, aber nun zogen dunkle Wolken auf und der Weg zog sich auch. Der erst Donner. Nein, das muss nun nicht mehr sein!!!
Aber es zog ab und wir erreichten schnell den Radweg endlich!! Vom Lago Toblini an ging`s nun los zum Lago-aber ein letzter Stop an der Bike&Wine war war nötig, wir hatten nichts mehr zu trinken und das leckere Bike&Wine Getränk (Soda, Himbeer und Lemon) zogen wir auf ex weg, Mick ebenso ein riesiges Panini.
Die letzten 10km liefen nun wie „gschmiert“-genial!
Bei Kilometer 1 riefen wir nochmal die Supporte an und bestellten Spritz und Eistee am See!
Die Tour endete nach 6 Tagen , ca. 400km, 7000Höhenmeter 1 Tag früher aber 1 Paß später als gedacht im Gardasee inkl. Klamotten und Bikes-ein geniales Gefühl, auch wenn die Anstrengung weniger als erwartet war und Mick sich sensationell geschlagen hat!
Hut ab, es hat Spaß gemacht!!! In spätestens 5 Jahren inklusive Lotta und Peter definitiv nochmal!!!!!
Oder, Mick?

Mick, Freitag 14.8.
Es ging schneller als gedacht vorbei.
In Mezzolombardo waren wir schon nach weniger Kilometern als gedacht. Dann haben wir uns gedacht, auch weil unser Support Team anrief , dass der Campingplatz total von Italienern überfüllt war, dass wir gleich zum Lago durchfahren. Das war aber dann anstrengender als gedacht. In Trento war der Weg weg aber zum, Glück haben wir dann eine Strasse gefunden, die an der Hauptstrasse lang ging. Aber zum Pech war da auch ein Tunnel, durch den wir fahren mussten. Das war ziemlich schrecklich. Aber zum Glück haben wir es doch geschafft und haben uns dahinter in den Rasen fallen lassen. Dann kamen wir noch an ein paar schönen Seen vorbei und schon waren wir in Dro, von wo es nur noch ein Katzensprung zum Lago war. Als wir endlich da waren , war ich überglücklich.
Eine Empfehlung:
Naturcampingplatz Tisens bei Meran, der hat mir am besten gefallen!
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