Toskana- a place to be

Endlich, endlich, endlich, geschafft! Unsere „ich mag Italien nicht“ Jungs sind überzeugt-wir fahren durch Italien, wir kommen südlicher ins Land als nur zum Gardasee und das Ganze nicht nur einen Tag mit dem Schiff, sondern mit dem Kasten! Juhu! Und auch zuerst ans Meer! Juhu, juhu,juhu…..

Podere Pianetti-Agriglamping mit Wellnessfaktor

 „Wollen Sie eine ungewöhnliche Urlaubs Erlebnis zu leben?“, so der Slogan auf der Website. Ja, wollen wir!

Podere Pinatti ist ein kleiner, familiär geführter Platz. Nicht nur Agricamping, nein Agriglamping, denn außer Stellplätzen werden auch wunderschöne Lodge Tents (10) und Apartments (4) angeboten.

Das Gelände ist nur 3ha groß, darauf finden 20 Wohnmobile Platz. Jeder Stellplatz ist so großzügig angelegt und durch Büsche voneinander abgetrennt, dass genügend Privatsphäre besteht. Zudem gehört zu jedem Platz ein Stück Wiese, auf der man sich sonnen kann, Federball spielen kann und, und, und. Das alles auf etwa 100qm.

Die Stellplätze selbst sind in Form einer Blume angeordnet. 3 Sanitärhäuschen für 20 Plätze ist der reine Luxus. Diese sind ordentlich, sauber und neu und verfügen auch jeweils über Waschmaschine und Trockner – kostenfrei!

Für Kinder gibt es einen kleinen Spielplatz und einen flachen Pool, in dem auch größere Kinder (unsere) entspannt Ball spielen können.

Daneben mein ganz persönliches Highlight – eine Holzterrasse mit 4 Jacuzzi Wannen mit Hydromassage –ein Ort zum Verweilen.

Der wunderschöne Naturstrand (keine Bestuhlung!) ist nur etwa 400m vom Platz entfernt, zu erreichen über einen kleinen Waldweg.

Inspiriert durch die Whirpools habe sogar ich mich am 17. April (! so früh wie selten!) ins Meer (etwa 16 Grad) gewagt, im Gedanken schon im warmen Jacuzzi sitzend – das war wirklich traumhaft!

Leider hatte zu unserem Besuch der Hofladen am Platz noch nicht geöffnet. Dort gibt es in der Hauptsaison frisches Obst und Gemüse, kaltgepresstes Olivenöl, Weine aus der Region, Honig, Marmeladen, hausgemachte Pasta und natürlich frisches Brot und Brötchen zum Frühstück. Ein kleiner Teil des Sortiments wurde aber auch bereits jetzt in einem umgebauten Wohnwagen, der gleichzeitig als Rezeption diente angeboten.

Im nahegelegenen Donoratico ebenso wie im etwa 5km entfernten Marina di Castagneto kann man lecker in typisch italienischen Restaurants essen gehen, derzeit waren jedoch nur wenige Pizzerien geöffnet.

Für die Übernachtung mit 4 Personen haben wir (Vorsaisonpreis) ca. 70,-€ bezahlt – kein Schnäppchen, der Preis ist aber absolut angemessen.

Ein sehr sympathischer, gepflegter, luxuriöser Familienbetrieb, den wir uneingeschränkt weiterempfehlen möchten (und auch schon haben). Allerdings ist es zur Hauptsaison sowohl Pfingsten als auch im Hochsommer nötig, sehr früh zu reservieren, da der Platz , v.a. bei deutschem Publikum sehr beliebt und immer gut gebucht ist.

Firenze – einmal Kultur vom Feinsten

 Nach leider nur einem Tag am Meer, der sich vom Wellnessfaktor her viel länger anfühlte, auf zu einem Kulturhighlight, auf das wir uns alle gefreut haben-Florenz, die Hauptstadt der Toskana.

Da es unmöglich oder sogar verboten ist, mit dem Wohnmobil direkt in die Innenstadt zu fahren, haben wir uns vorab schon den Campingplatz „Camping Village Panoramica Fiesole“ ausgesucht, ca. 20 Minuten oberhalb von Florenz gelegen am Rande des kleinen Örtchen Fiesole.

Der Platz selber (3 Sterne) ist ein einfacher, sauberer Campingplatz. Die Stellplätze sind zwar relativ eng aneinander angeordnet, von einigen aus hat man einen traumhaften Blick auf die Stadt, jedoch stört die Enge nicht, da ohnehin praktisch niemand hierhin fährt, um den ganzen Tag am Platz zu sitzen. Die Sanitärgebäude (eines für Damen, eines für Herren), sowie die Spülräume sind zwar etwas älter und einfach, aber es gibt warmes Wasser (kostenfrei und immer wichtig) und sie sind stets gut geputzt. Der komplette Platz ist terrassenförmig angelegt, ein ständiges auf- und ab!

In den Sommermonaten hat der Außenpool geöffnet (Achtung: Italientypische Badekappenpflicht). Einfach nur schade, dass wir vorher da waren-denn dieser Panorama Pool lässt kaltes Wasser oder Badekappenpflicht schnell vergessen, vor allem, wenn am Abend die Lichter der Stadt hell erleuchten.

Ein guter „Ersatz“ hierfür war für uns das Restaurant mit Terrasse, auf der wir vor dem Abendessen bei einem Drink den Blick genießen durften. Im Restaurant werden toskanische Gerichte (keine Pizza, nur Pasta) angeboten. Die Einrichtung ist einfach (wie in den meisten italienischen Restaurants im Inneren) , das Essen extrem lecker und wir wurden sehr freundlich bedient.

Mit einem regelmäßig fahrenden Shuttlebus wird man direkt vom Platz zur Bushaltestelle nach Fiesole gebracht, wo der Linienbus (ca. 1,50€ pro Erwachsener) nach Florenz abfährt (Fahrzeit bis zum Bahnhof etwa 20 Minuten). Man kann den Weg aber auch sehr gut in 2 Varianten zu Fuß gehen- entweder direkt durch den Ort an der Straße entlang oder etwas länger, dafür aber idyllischer am Rande mit ständigem Blick auf Florenz (sehr zu empfehlen auch als Laufstrecke).

Florenz war (Donnerstag vor Ostern) sehr, sehr voll, was aber keinem Abbruch tat, dass wir alle die Stadt genial fanden. Natürlich bekommt man auch hier in einem Nachmittag lediglich einen kleinen Einblick und kann nicht alles sehen, aber es hat uns stark beeindruckt und wir fühlten uns wirklich teilweise in die Renaissance zurück versetzt-klingt jetzt geschwollen, war aber so. Allerdings haben wir hier wohl auch das teuerste Eis unseres Lebens gegessen…4 Kugeln für schlappe 25,-€-geht, oder? Und es war noch nicht mal das leckerste Eis ever!

Italien – schön oder etwa nicht?

 Eindeutig ersteres! Ich habe da ohnehin niemals daran gezweifelt, die Jungs schon eher, aber ich glaube behaupten zu dürfen, sie haben es geschafft durch diesen Trip Italien ein ganz klein wenig mehr zu mögen…Oder Peter? Oder Mick?

Wir Mädels lieben es ohnehin.

Im Nachgang etwas geärgert hat uns, Siena ausgelassen zu haben. Aber umso mehr ein Grund einen Trip dieser Art-Meer&Kultur zu verbinden, zu wieder holen!

In Italien!

Und vielleicht schaff ich mein „Lebensziel“ Gargano zu sehen ja doch nochmal in den nächsten Jahren!!! Oder, Peter?

🙂

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