Es treibt uns in den Süden Norwegens – von Makrelen und Auswanderern

Goodbye Deutschland – zu Gast bei den Auswanderern.

Nachdem wir den nördlichsten Punkt unserer Reise mit dem Jotunheimen Nationalpark erreicht hatten ging’s auch schon wieder , so ein bisschen mit „ Rückreise Feeling“ gen Süden. Auf unserer to do Liste stand ja noch immer nicht abgehakt ein Angelausflug. Dazu hatten wir uns den Campingplatz „ Hardanger Resort“ am gleichnamigen Fjord ausgesucht, bei dem Petra und Thorsten Kitzmann, bekannt aus der TV Serie „ Goodbye Deutschland“ einen Bootsverleih betreiben. Dies schien uns für unser Vorhaben, so ganz ohne Angelkenntnisse, echt geeignet.
Leider spielte das Wetter bei Ankunft nicht so ganz mit, der Platz war gut gefüllt UND im ersten Moment dachten wir uns, hm, mit dem Hunden nicht so geeignet ein gutes Plätzchen zu finden, Wetter zum Boot fahren zu schlecht und und und. Aber: nicht der erste Eindruck( der ja trotzdem gut war !) zählt, sondern: abgerechnet wird zum Schluss!
Nach der Draeger-spezifischen Umparkaktion standen wir dann doch genial ganz vorne am Fjord recht idyllisch. Ein kurzes Pläuschchen mit Thorsten, der schon auf den ersten Eindruck extrem sympathisch und aufgeschlossen rüberkommt und schon war das „30er mit Dach“ ein schnuckeliges Bötchen, genau richtig für uns, für den nächsten Tag 11Uhr klar gemacht. 4 Stunden sollten reichen, um das Abendessen klar zu machen.
Voller Tatendrang ging‘s mit deutscher Pünktlichkeit, gefülltem Picknickrucksack, Regenjacken und angeltechnisch bis ins kleinste Detail von Thorsten ausgestattet los aufs Wasser. Die Sonne lies uns auch nicht im Stich also Vollgas in Richtung der angegebenen Stelle, wo sich viele Fische tummeln sollten. Ein netter Mitcamper, auch gerade mit dem Boot on tour präsentierte uns gleich beim rausfahren die ganze Kiste, die er schon gefangen hatte-Draegerscher Ehrgeiz geweckt!!!!
Auch wenn Geduld nicht so ganz unsere Stärke ist, haben wir diesen Ausflug alle in vollen Zügen genossen. Schnell hat auch unser erstes Opfer, besser gesagt unsere ersten beiden Opfer angebissen, von Mick persönlich gefangen! Freude!!!!Wir wussten zwar nicht was es war, aber in Teamwork wurden die Fische ( naja die Fischchen) von der Angel geholt, im wahrsten Sinn des Wortes todesmutig erschlagen und bewundert oder auch ( von Lotta) bedauert.
Leider sollte das unsere einzige Ausbeute sein. Egal es war super! Gefangen hatten wir 2 Makrelen, die eine war so klein, dass Thorsten sie als Köder behielt, die andere wurde unter fachmännischer Anleitung ausgenommen und in Alufolie verpackt. Satt wären wir davon wohl nicht geworden-köstlich war‘ s dennoch , erst recht , wenn es der eigene Fang war! Netterweise haben wir vom Cheffe noch reichlich Seelachs dazu bekommen-tausend Dank!!

Für‘ s Boot bezahlt haben wir inkl. der kompletten Angelausrüstung etwa 70,-€ zuzüglich 10,-€ Benzin, ein sehr fairer Preis.Hardanger Bat og fiske -mit 5 Sternen von uns bewertet.

Die Kitzmanns betreiben jedoch nicht nur den Bootsverleih ( dieser wurde im Sommer 2017 von der Familie übernommen), die Organisation des Hardanger Feriensenter machen die beiden ebenso wie das kleine Cafe neben der Rezeption. Alles ist hier schön gepflegt, jeder Gast wählt wieder mal seinen Stellplatz nach eigenem Wunsch aus, wobei nahezu fast alle Plätze in erster Linie zum Wasser liegen, einige mit toller Holzterrasse sozusagen „ vor der Haustüre“ , weitere Stellplätze gibt es auf der Campingwiese. Vorausbuchungen von Stellplätzen sind nicht möglich. Desweiteren gibt es 3 Hütten am Fjord , sowie 3 Ferienhäuser am Berg gegenüber des Platzes.
Für eine Campingübernachtung haben wir in der Hauptsaison für Wohnmobil, 2 Erwachsene, 2 Kinder und Hund inkl. Strom etwa 35,-€ pro Nacht bezahlt ( es gibt auch Plätze ohne Strom), die Dusche wird extra bezahlt und kostet faire 50Cent für 3 Minuten. In Petras Cafe sitzt man gemütlich auf einer wunderbaren Holzterrasse mit Blick auf den Fjord und Kinderspielplatz inkl. Trampolin oder drinnen ebenso urgemütlich. Die Preise sind für norwegische Verhältnisse unschlagbar, der Cappucino ( für nur 2,-€) phantastisch. Die Kinder waren begeistert von den warmen Muffins.
Beim Kaffee haben wir auch ein gemütliches Pläuschchen mit Petra gehalten, die uns einige interessante Details zu ihrer Auswanderung erzählt hat und ein wenig aus dem Nähkästchen über Norwegen usw. geplaudert hat. Seitdem kaufen wir auch am liebsten bei Kiwi ein , Petra !

Was uns hier landschaftlich so gut gefallen hat war, dass man sowohl am Meer ist aber auch direkt in wenigen Kilometern in den Bergen ist in genialen Skigebieten-sowohl im Bereich Langlauf als auch alpin. Welch Verlockung, im Winter wieder zu kommen….
Auch für das Hardanger Resort vergeben wir 5 Punkte, Petra und Thorsten führen den Platz wie ihren eigenen, Thorsten hat auch vom Steg aus immer einen Blick für die Gäste und ein offenes Ohr und Gesprächslaune sowieso.
Abgerechnet wird zum Schluss: schweren Herzens sind wir Freitag dann nachmittags, leider nochmal im Regen, weiter in Richtung Bergen gefahren, gerne wären wir noch länger geblieben und nochmals in See gestochen….

Unser Top Tipp von ganzem Herzen! Hardanger Feriensenter und Hardanger Bat og Fiske- hin Leute !!!!

www.hardanger-resort.de

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