Dog friendly-our Roadtrip to Wales

Statt in den Pfingstferien in den Süden zu fahren, hat es uns (mal wieder) in Richtung Norden getrieben. Diesmal aber auf die Insel! Inspiriert vom Gedanken an den Süden hatte ich dann auch die Klamotten gepackt, dazu aber im weiteren Verlauf noch mehr.

Um die 14 Tage Ferien voll ausnutzen zu können, haben wir direkt die Fähre Dünkirchen-Dover für Samstag morgens um 8 Uhr gebucht-straffes Programm.

Endlose Strände, Natur&Tiere, Städte, Berge und vieles mehr!

 Eigentlich dachten wir, 8 Uhr Fähre kein Problem, ich hätte am liebsten ja direkt die um 2 Uhr nachts genommen-gut, dass wir das nicht gemacht haben, da sich die Fahrt nach Dünkirchen länger als erwartet gezogen hat – 3 Uhr im Bett , 6:15 Uhr Wecker klingeln- und erstmal ohne Kaffee-oh je… Gut, dass es direkt am Fährhafen einen Parkplatz (kostenlos) für wartende und ankommende Fährgäste gibt (wir haben diesen beides Mal genutzt). Auf der durchaus wackeligen (lustig) Überfahrt über den Ärmelkanal gab`s erstmal Frühstück – Kaffee!!!!- und für die Jungs gleichmal schön fettig, englisch 🙂 Lotta und ich haben uns da eher an die klassischen Croissants gehalten.

In Dover gelandet empfing uns auch schon die Sonne. Auf den Rat einiger Camper-Freunde, wollten wir gleich nach Ankunft weiter Richtung Cardiff, um da die ersten Tage zu verbringen. Gesagt, getan, ab auf die Autobahn. In Cardiff hatten wir die Wahl zwischen 2 Plätzen, der eine super zentral mitten in der Stadt, was ich normalerweise ja nicht so gerne mag, und der andere 15 km außerhalb, auch doof, um sich die Stadt anzuschauen, also nahmen wir den Platz in der Stadt – und: es war ein Volltreffer. Abgesehen davon, dass die Zufahrt zu dem inmitten einer riesengroßen Grünanlage gelegenen Platzes, dem „Cardiff Caravan&Camping Park“, durch die zu der Zeit stattfindenden Cricket Weltmeisterschaft (es lief gerade ein Spiel) schwierig war, fanden wir es einmal da angekommen einfach grandios. Das erst Mal (es sollten noch unzählige weitere Male auf dem Trip folgen) wurden wir mit der walisischen Freundlichkeit begrüßt, hatte ich so gar nicht erwartet! Gerne wären wir zwar länger als 2 Tage geblieben aber es gab ja noch so viel zu sehen, daher sind wir nach einer kurzen Stadttour am Abend (Achtung: Kinder sind in den meisten Pubs nach 21 Uhr nicht erlaubt, manchmal auch schon früher, außer es gibt ausgewiesene „Family Rooms“ – lustig!) und einer Bike Tour über den „Cardiff Bike Trail“ (überall ausgeschildert ab Hafen, sehr zu empfehlen) am Montag weiter in Richtung Halbinsel Gower gefahren.

Auf dem „Nicholaston Farm Camping“ haben wir unsere erste Erfahrung mit Farm Camping gemacht. Diese gibt es entgegen den uns bekannten parzellierten Campingplätzen überall. Sie zeichnen sich durch eine mehr oder weniger noch aktiv betriebene Landwirtschaft, riesengroße Wiesen, auf denen man sich einfach einen Platz sucht, einfach gehaltene (aber saubere) Badehäuser und keinem SchnickSchnack außen rum aus. Genau das was wir mögen. Preislich ebenso attraktiv – nie haben wir während des Trips mehr als 30€ für die Übernachtung bezahlt. In Gower haben wir am „Three Cliffs Bay“ Strand eine wunderschöne Küstenwanderung mit den Hunden gemacht. Ach ja, Hunde sind hier überhaupt kein Problem, weder an den Stränden, noch auf den Campingplätzen oder erst recht nicht in Pubs oder Restaurants. Ich glaube, ein einziges Mal durften wir mit Achim im Schlepptau nicht ins Restaurant. Wäre es in Wales nur 10 Grad durchschnittlich wärmer (besser also auch ausreichend warme Kleidung einpacken…), wären die Strände wohl auch nicht so einsam, sondern komplett überlaufen, Baden wär dann natürlich etwas schöner. Außer: es gibt immer so überdimensionierte Quallen. Der Durchmesser war grob 25 cm –sowas hat wohl niemand von uns 4 je zuvor gesehen.

Nach 2 Übernachtungen fuhren wir dann weiter in Richtung Norden, immer an der Küste entlang, haben den nicht minder tollen (eher mehr) Strand Rhossili Beach angeschaut und eine kurze Wanderung zum Aussichtspunkt nach Worms Ende (sozusagen das Ende von Wales) gemacht, ehe es weiter zum kleinen Städtchen Tenby mit seinen bunten Häusern ging. Die Universitätsstadt Aberystwyth hat uns dann aber eher an ein altes englisches Seebad erinnert, eher auch eine Arbeits- als Touristenstadt. Und immer wieder nachts der trommelnde Regen auf das Mobildach-na zum Glück aber nicht tagsüber, da blieb es in der Regel immer trocken, sogar meist mit zumindest sonnigen Abschnitten. Aber mehr als 15 Grad zeigte die Temperaturanzeige im Auto leider selten an.

Einen richtigen „sunny day“ gab`s dann in Porthmadog, am Anfang der Halbinsel Llyn. Der Platz dort hat uns ein wenig an Sylt erinnert, gleich hinter den Dünen. Der Strand auch an Romo (Autostrand). Hier konnten wir endlich auch mal gegen Abend  mit `nem Gaserl Wein am Strand sitzen juhu!

Leider hielt das gute Wetter nicht wirklich lange an. Sonntag sind wir noch bei recht gutem Wetter über die Halbinsel Llyn gefahren, eines meiner Highlights auf dem Trip. Vor allem Abersoch, ein richtig lässiger Surferort mit coolen Shops, Bar, Restaurants. Nachts war dann der schlimmste Sturm und Regen während unserer Zeit, wir dachten fast das Mobil fällt um!

Montag war dann erstmal Schulaufgaben-Lern und Arbeitstag, am Strand, da störte es nicht (wir waren ja mit dem Auto am Strand), dass es noch geregnet hat. Und dann haben wir das Meer mit einem weinenden Auge wie immer verlassen um in Berge in den Sowdownia Nationalpark zu fahren.

Hier waren wir auf dem typischten Farm Campingplatz, es gab sogar Pferde, Esel, Schafe, Hühner und mehrere Hunde. Der Blick war auch sehr schön, das Wetter am Abend dann auch.

Und endlich ging`s aufs Bike, wir hatten uns schon lange darauf gefreut. Erstmal weit bergauf, dann über Wiesen, einen kleinen Trail und bergab. Leider waren die letzten 4-5km entlang einer sehr befahrenden Bundesstraße, da es den angekündigten Radweg nicht gab, was aber nichts ausmachte. Hier hätte man durchaus noch viele schöne Touren, egal ob zu Fuß oder mit dem Rad machen können.

Im Brecon Beacon Nationalpark wartete jedoch schon die nächste Biketour auf uns. Die Berge waren hier etwas weniger dicht bewachsen, alles sah etwas weitläufiger aus.

Die Tour war genauso schön und auch nicht weniger anstrengend.

Und dann bewegten wir uns leider auch schon mit großen Schritten `gen Ende der Reise zu. Nachdem wir uns ja außer einigen Malen „Fish&Chips“ nicht so wahnsinnig viele kulinarische Genüsse gegönnt hatten, waren wir auf dem Weg von Brecon Beacon nach Folkestone noch in einem für englische Verhältnisse wirklich nettem Restaurant essen, was ein wenig an ein typisch amerikanisches Diner erinnerte und die Kids echt begeistert hat und sogar das Essen schmeckte wirklich lecker.

Die Nacht verbrachten wir auf einem Parkplatz in einem recht chicen Londoner Vorort, den wir bei „Park4Night“ gefunden hatten.

Folkestone war dann das letzte Ziel wo wir – glücklicherweise- noch den letzten Platz auf dem „Folkestone Camping und Caraving Club“ bekommen haben. Dieser Platz ist der (zumindest unserer Meinung nach) am schönsten gelegene hier. Man steht (bei Glück (hatten wir) mit direktem Meerblick auf einer (wie überall) super gepflegten Wiese. Der Platz ist absolut erwähnenswert, weil man hier nochmal netter als überall Humor (und das war schon nett) empfangen und behandelt wird. Man fühlt sich sofort pudelwohl. Die Sanitäranlagen, ein Haus am Anfang des Platzes, ein weiteres am Ende, waren die saubersten der Reise mit den wärmsten Duschen (!!). Der Strand war auch recht schön, vielleicht nicht, um hier stundenlang zu liegen, aber perfekt um einmal reinzuspringen.

Camping und Caravaning Club deswegen, weil dies einen Vereinigung im United Kingdom ist, mit der man als Mitglied für einen beliebigen Zeitraum Vergünstigungen bei der Übernachtung erhält. Da wir ja bereits kurz vor der Rückfahrt standen, war es schade, dass wir erst jetzt davon erfahren haben. Beim nächsten Trip auf die Insel würden wir dies aber auf jeden Fall berücksichtigen, zumal ein Starttag hier auch empfehlenswert und erholsam wäre.

“Dog friendly Pub”, “Sorry no kids!”, “Farm Campsite” – what else?

 …was fällt uns noch als Resümee ein? Und würden wir es wieder machen?

Als erstes fällt mal der gewöhnungsbedürftige Linksverkehr ein, noch nicht mal beim Autofahren, viel mehr noch als Fußgänger und als Radfahrer! Wir waren oft froh, „nur„ mit einem Kastenwagen unterwegs zu sein, da die Straßen mitunter doch eher eng waren.

Oft sieht man, wenn man übers Land statt Autobahn fährt nicht wirklich viel von der Landschaft (anders als in Norwegen), da die engen Straßen fast immer von hohen Hecken eingegrenzt werden.

Ganz wichtig: Kreisverkehr! Hat man das Navi an kommt man mit Mitzählen gar nicht nach wie oft hier das Wort Kreisverkehr fällt-diese gibt es einfach überall und ständig.

Frei stehen haben wir nie versucht, ist aber nicht so „in“ schien uns und auch nicht offiziell erlaubt.

Bei Aldi an der Kasse kann man sich hier Zeit lassen, erstmal wird sowieso ein kleiner Small Talk gehalten. Die Lebensmittel Preise sind verhältnismäßig gering, die Fleischqualität aber auch nicht hervorragend gut.

Würden wir wiederkommen?

Ja schon, gefallen hat es uns allen gut. Wales ist ein Land, in dem man durch die geringe Größe in 2 Wochen das Gefühl hat sehr viel gesehen zu haben, oder die wichtigsten Spots gesehen zu haben, um einen Eindruck zu gewinnen.

Das Wetter, nun , Great Britain eben, rainy……….

More from FamilieDraussenUnterwegs

Gletschercamping, brrr… | Der Kasten macht Wintercamping in Südtirol

Zu Beginn unseres Campinglebens noch völlig undenkbar, haben wir es nun „gewagt“,...
Read More