Auf indirekten Wegen an den Gardasee

Ein kleiner Road Trip zum Gardasee

Nachdem wir 2 herrliche Tage in Prad am Stilfserjoch verbracht haben und dort schon fast sommerliche Temperaturen erlebt haben, haben wir uns am Ostersamstag weiter auf die Reise gemacht. Peter, als Geburtstagskind, durfte das Ziel bestimmen. So landeten wir nach einer etwas indiirekten Routenführung über Meran und den Jaufenpass am Pragser Wildsee am Fuß der Sextener Dolomiten. „Umzingelt“von italienischen Ausflugshorden stellten wir den Kasten auf dem kostenpflichtigen Parkplatz ab (12 Euro pro Nacht dafür, dass sogar die vorhandenen Toiletten nachts abgesperrt werden , etwas teuer oder unnötig) und machten uns auf den Weg zum See. Peter und Lotta machten mit den Hunden aufgrund der Menschenmassen schnell kehrt, Mick und ich sind dann in strammen Marsch einmal um den See gewandert. Schön, bedingt idyllisch mit den vielen Menschen. Unser Fazit: schön einmal hier gewesen zu sein, übernachten hätten wir nicht müssen, da hätte es schönere (kostenlose) Parkplätze inmitten der Sextener Dolomiten gegeben, aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer…..
Die Weiterfahrt am Sonntag hat sich dann aber umso mehr gelohnt-hindurch durch herrliche Landschaft ohne kilometerweit auch nur ein einziges deutsches ( oder nicht italienisches ) Autokennzeichen zu sehen!
Als uns der Hunger dann packte haben wir uns auf Suche nach einer Pizzeria gemacht -ha ha- Ostersonntag, heilig bei den italienischen Familias , Mittagsmenü und so…allerdings war es mittlerweile 14 Uhr und der übliche Italiener saß mindestens schon beim Nachtisch und Espresso-also hat man uns kurzerhand zweimal abgelehnt-no no no zu Essen gibt es hier nichts.
Der letzte Versuch in einer Pizzeria , in die man zu Hause wegen der Optik niemals reingehen würde, „Da Gigino“ in Sedico ( sollte mal jemand rein zufällig in diese Ecke kommen ) war dann doch noch erfolgreich ( und wie) ! Wir wurden freundlich begrüßt, klar gibt’s noch was zu essen und auch hier bekamen wir erstmal die Karte fürs Ostermenü. Natürlich gab’s auf Nachfrage auch Pizza, 2 große Margaritas haben wir bestellt, die wiederum waren dann aber so groß ( siehe Foto) wie wir es noch nie erlebt hatten und ebenso lecker -unvergleichbar! Die Atmosphäre war auch einzigartig genial und super nett, der Pizzabäcker selbst kam, um auf Italienisch auf den armen Peter einzureden und dann seine Pizza zu schneiden. Schade, dass wir hier sehr wahrscheinlich nicht oft vorbeikommen werden …
Unser letztes Zwischenziel zum Lago sollte dann der Lago di Caldonazzo sein. Hier war leider noch leicht “ tote Hose“, nur die Hälfte der Campingplätze schon offen. Schon am ersten Platz sagte man uns, keine Chance alles voll-glaubte der Liebe Gatte nicht, also, zum Glück am zweiten Platz noch gefragt, und Bingo-Stellplatz bekommen. Noch dazu einen tollen, großen Platz und als ganze für 26 Euro für 2 Erwachsene, 2 Kinder , 2 Hunde und den Kasten, ach ja und Anhänger-ui ui ui….
Schade, dass wir nur 1 Nacht bleiben könnten, es gibt dann doch immer wieder Orte, an denen man es bereut, wieder fahren zu müssen. Auch was Freizeit und Sport angeht ist man hier richtig aufgehoben, der Campingplatz nur wenige Schritte vom See und Strand entfernt, Wassersport, radeln, wandern….
Die Orte Caldonazzo und Calceranica al Lago bieten nette Pizzerien, meist mit Seeblick , und schöne Bars und Cafés.
Die Leute am Platz sind alle sehr nett, es gibt eine kleine Bar, in die man sich auch abends mit den Kids setzen kann, um noch was zu spielen und einen kleinen Mini Markt für das Nötigste. Wir haben hier wieder einmal festgestellt, dass wir die kleineren , einfacheren Plätze eigentlich besser finden als die chicen 4 Sterne +.
Am Montag beschlossen Mick und ich dann spontan ein kleines “ Alpencross Revival“ zu machen und die letzten 60km per Bike zurück zu legen. Mit der Warnung nur durch keine Tunnels ( siehe Bericht vom Alpencross 2015) zu fahren würden wir dann um 11 Uhr morgens losgeschickt. Am Morgen war es noch sehr sonnig , aber schnell zogen Wolken auf und es war doch teilweise recht unangenehm kühl, was für die ersten 5km irrelevant war denn schnell zog sich die Strecke gleich mal kurvig bergauf-ups dachte ich mir, ich hätte Mick nicht versprechen sollen, bis zum Gardasee gehts von hier nur bergab …Einmal kurz verfahren, als wir statt Hauptstraße auf den  anfangs) parallel dazu verlaufenden Radweg abbogen-der leider plötzlich im nichts endete. Also wieder zurück, bergauf, was wir gerade bergab gefahren waren.
Der Rest der Strecke war aber, abgesehen vom echt krassen Wind sehr angenehm und schön zu fahren. Einmal durch Trento durch ging es ja dann stets auf dem schönen Fahrradweg gen Rovereto straight nach Nago und dann mit Seeblick zum Gardasee runter nach Torbole. Nach 4 Stunden waren wir dann da, etwas groggy, da weniger trainiert als noch vor 2 Jahren, aber doch mit dem vagen Entschluss im Hinterkopf, es in gut 4 Wochen nochmal zu packen und die komplette Strecke von Murnau nach Torbole zu radeln. Unser Begleitkommando wäre zumindest bereit, oder ?
Passend dazu: Unsere Blogartikel aus 2015 zum Thema Alpencross
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